Zahnreinigung vor dem Eingriff
Die Mundhöhle ist nicht sterilisierbar, aber eine größtmögliche Keimreduktion verringert dennoch das Infektionsrisiko nach operativen Eingriffen. Wir empfehlen daher stets eine professionelle präoperative Hygienisierung der Mundhöhle. Dies kann bei Ihrem Hauszahnarzt erfolgen oder in unserer Praxis.
Vor implantologischen Eingriffen bestehen wir auf eine präoperative Hygienisierung, da eine Infektion das Anwachsen der Implantate und/oder des Knochenaufbaus gefährden würde.
Verhalten nach dem Eingriff
- Vermeiden Sie alles, was den Blutdruck, insbesondere im Kopfbereich, steigen lässt! Dazu zählen Sport , koffeinhaltige oder heiße Lebensmittel, sowie Aufregung jeglicher Art. Halten Sie den Oberkörper aufrecht und schonen Sie sich insbesondere in den ersten 2-3 Tagen nach dem Eingriff.
- Kühlen Sie den Kiefer von außen mit einer Kältekompresse oder einem feuchten Tuch um der auftretenden Schwellung entgegenzuwirken. Die Schwellung und die Beschwerden können in den ersten 2-3 Tagen noch zunehmen. Danach sollten Sie sich bei (wieder) zunehmenden Beschwerden bei unserer Praxis melden, so dass wir Sie zeitnah untersuchen können.
- Nehmen Sie die von uns verschriebenen Medikamente ein ,so wie sie verordnet wurden. Sollten Sie bereits Medikamente einnehmen, so setzen Sie diese nur nach Rücksprache ab.
- Die Mundhygiene nach einem Eingriff sollte aufrecht erhalten werden. Putzen Sie Ihre Zähne weiterhin, wobei Sie die Wunden aussparen und die benachbarten Zähne lediglich vom Zahnfleisch weg mit der Zahnbürste abpinseln sollten. Sehr häufig empfehlen wir eine antientzündliche Mundspüllösung mit Chlorhexidin als Wirkstoff. Benutzen Sie die Mundspüllösung – wie auf der Verpackung angegeben – 2 mal täglich unverdünnt. Belassen Sie die Lösung im Mundraum und benetzen Sie diesen. Schaumbildung und Gurgeln sind zu vermeiden, da die Wirkung nicht verstärkt wird, aber dadurch eine Nachblutung provoziert werden kann.
- Ein leichter Blutgeschmack nach einem Eingriff ist leider nicht zu vermeiden. Im Wundbereich gerinnt das Blut mehr oder minder schnell. Vermeiden Sie häufiges Ausspülen und das Erzeugen von Unterdruck (auch Strohhalme). Häufig werden wir Ihnen einen Tupfer zum Aufbeißen zwischen die Kiefer klemmen. Nach 30-60 Minuten kann dieser wieder ausgespuckt werden. Der Wundbereich sollte mechanisch nicht gereizt werden, um eine Nachblutung oder Wundheilungsstörung zu vermeiden.
- Sie sollten auch beim Essen den Kontakt von Speisen mit der Wunde, so gut es geht vermeiden. In der Regel wird kein besonderer Speiseplan erforderlich sein. Milchspeisen stellen – entgegen der früher lange gültigen These – kein besonderes Risiko für die Wundheilung im Mundraum dar.
- Auf Genussmittel wir Alkohol und Zigaretten sollten Sie bis zu Nachsorge gänzlich verzichten. Bei keiner anderen Wunde kämen die Behandelten auf die Idee diese mit Zellgiften und Abgasen zu bearbeiten. Tut uns leid, aber einer muss ja die Spaßbremse sein.